OneFlow® ist ein Kalkschutzsystem, das für Anlagen mit offenem Kreislauf geeignet ist, die Wasser mit den in den Produktdaten beschriebenen chemischen Eigenschaften verwenden, sowie für Anlagen zur Warmwasserbereitung. Die Behandlung ist physikalisch und verwendet eine Technologie der Kristallisation von Calcium- und Magnesiumionen (Template Assisted Crystallization - TAC).
Der TAC-Kristallisationsprozess von OneFlow® ist ein physikalischer Prozess, bei dem das polymere Granulatmaterial in geschlossenen Behältern die Aggregation von Calciumionen Ca
und Magnesium Mg
natürlicherweise im Wasser enthalten, ermöglicht, um die Bildung von Kalk in Rohrleitungen und Geräten zu verhindern.
Funktionsprinzip: Die mineralischen Ca- und Mg-Ionen, die natürlicherweise im harten Wasser enthalten sind, sammeln sich auf der Oberfläche des polymeren Granulatmaterials an und verbinden sich entsprechend der brownschen Molekularbewegung zu mikroskopischen Kristallen.
Die mikroskopischen Kristalle lösen sich von der Oberfläche des polymeren Granulatmaterials ab, während sie wachsen, bleiben im Wasser suspendiert und bewegen sich träge im Wasserkreislauf bis zu den Endpunkten der Anlage, wobei die positiven Wirkungen der mineralischen Ca- und Mg-Stoffe erhalten bleiben.
Das physikalische System erfordert keine Zugabe weiterer Zusatzstoffe, enthält keine chemischen Substanzen oder Salze und benötigt keine Regeneration, Elektrizität oder Rückspülung.
Das System kann außerdem vorhandenen Kalk entfernen.
Der Kristallisationsprozess von Calcium- und Magnesiumionen ändert die Wasserhärte nicht, die somit vor und nach dem Prozess identisch bleibt, verhindert jedoch die Kalkbildung und dessen Ablagerung.
Das polymere Granulatmaterial muss gemäß den Herstellerangaben regelmäßig ausgetauscht werden.
Die technische Norm UNI 8065, die in den letzten Jahren überarbeitet wurde und die wichtigste technische Referenznorm ist, hat im Mai 2019 die öffentliche Anhörung abgeschlossen und steht kurz vor der Veröffentlichung.
Zur Unterstützung der Anwendung von OneFlow® kann in der Norm auf den folgenden Abschnitt verwiesen werden
6.1.1 Physikalische oder chemisch-physikalische Behandlungen
Zu den wichtigsten physikalischen und chemisch-physikalischen Behandlungen zählen:
- Filtration und/oder Entschlammung zum Schutz der nachgeschalteten Geräte und des hydraulischen Kreislaufs;
- Entlüftung;
- Enthärtung mittels Ionenaustauscherharzen;
- Remineralisierung;
- selektive Entfernung von Nitraten und anderen Ionen mittels Ionenaustauscherharzen;
- Demineralisierung
Der Einsatz anderer Behandlungen ist möglich, sofern die verwendeten Systeme nationalen, internationalen Standards, Publikationen oder Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entsprechen und mit der geltenden Gesetzgebung bezüglich Geräten zur Wasseraufbereitung für den menschlichen Verbrauch übereinstimmen*.
Die Behandlungen müssen außerdem die Einhaltung der Bestimmungen dieser Norm gewährleisten.
*DM 25/12 und Leitlinien des Ministeriums von 2013 zu Geräten zur Wasseraufbereitung für den menschlichen Verbrauch