Funktion
Das Rohabwasser wird einer mechanischen Vorbehandlung unterzogen, um Material zu entfernen, das aufgrund seiner Größe und Eigenschaften Schwierigkeiten bei der ordnungsgemäßen Durchführung der nachfolgenden Reinigungsphasen verursachen würde. In einem häuslichen Abwasser machen sedimentierbare Feststoffe 60-70 % der Schwebstoffe aus, sodass sie durch primäre Absetzbehandlungen entfernt werden können. Diese Art der Behandlung ermöglicht auch eine gleichzeitige Entfernung von 25-30 % des organischen Gehalts, gemessen als BSB5. Imhoff-Becken werden als Primärbehandlung für Schwarzwasser aus Toiletten in Haushalten oder vergleichbaren Abwassern verwendet. Sie bestehen aus zwei übereinanderliegenden, hydraulisch verbundenen Kammern. In der oberen Kammer sinken die sedimentierbaren Feststoffe durch die Schwerkraft auf den Boden des Absetzbeckens, der eine passende Neigung hat, um den Schlamm in die untere Kammer zu leiten, in der die Faulung stattfindet; diese Art von Anlage nutzt die kombinierte Wirkung einer mechanischen Sedimentationsbehandlung und einer biologischen Kaltanaerobfaulung. Imhoff-Becken müssen von einer Entfettungsstufe vorgelagert sein; so kann das behandelte Abwasser (sofern in den örtlichen Vorschriften vorgesehen) in die Versickerung eingeleitet oder zu einer weiterführenden Sekundärbehandlung geführt werden, um es für die Einleitung in das geeignete Vorfluter zu veredeln.