Eine Lösung, die die Leistung in Anlagen mit Durchflusswächtern verbessert
In den letzten Jahren wurde der Durchflusswächter entwickelt und hat eine nicht unerhebliche Marktnische erobert. Dieses Gerät dient zur Steuerung der Pumpenanläufe basierend auf den Entnahmeanforderungen in Anlagen zur Verteilung und Förderung von Trinkwasser. Das Produkt wurde außerdem entwickelt, um den Trockengehäusebetrieb der Pumpe zu vermeiden und Schäden im Falle eines fehlenden Wasserzulaufs zu verhindern.
Es handelt sich um eine durchaus interessante Innovation aufgrund des geringen Platzbedarfs und der einfachen Installation, wodurch sie sich in einer Zeit, in der der Platz immer kostbarer und somit notwendigerweise optimiert wird, bedeutend verbreitet hat.
Die Einführung dieses Geräts hat teilweise den traditionellen Ausdehnungsbehälter ersetzt, welcher voluminöser und schwerer ist, indem seine Funktion als Wasservorrat und Druckstabilisator durch einen anderen Ansatz ersetzt wird, nämlich indem die Pumpenanläufe bei jeder Benutzeranforderung ausgelöst werden.
Der Durchflusswächter erfüllt jedoch nicht vollständig die Funktionen, die üblicherweise vom Ausdehnungsbehälter wahrgenommen werden; das normalerweise darin enthaltene Wasservorratsvolumen ist so gering, dass es bei kleinen Entnahmen oder gar Mikroleckagen kein hydrodynamisches Schwungrad bilden kann, was in diesen Fällen zu einem abnormen Pumpbetrieb mit häufigen und schnellen Starts und Stopps führt. Die Folgen sind leicht erkennbar in einer kürzeren Lebensdauer der Pumpe, die eine hohe Anzahl von Zyklen innerhalb kurzer Zeit bewältigen muss, sowie einem deutlich erhöhten Energieverbrauch. Bei langen Entnahmen mit geringem Durchfluss steuert der Durchflusswächter stets die Pumpe (die daher mit maximalem Druck arbeitet); der Ausdehnungsbehälter hingegen ermöglicht es dank seines unter Druck stehenden Wasservorrats, die Pumpe mit maximaler Durchflussmenge zu nutzen, um den Behälter zu füllen, der anschließend als Wasserschwungrad für Entnahmen mit geringem Durchfluss fungiert.
Das Fehlen einer Ausdehnungszelle setzt die Anlage zudem stärker dem Risiko plötzlicher Druckspitzen oder Wasserschläge aus, die die Dichtheit der Anlage mit unangenehmen Folgen durch plötzliche und erhebliche Wasserverluste gefährden können.
Zur Bewältigung dieser Probleme wurden auf dem Markt Durchflusswächter mit integriertem, kleinem Ausdehnungsbehälter (typischerweise 3 Liter) eingeführt, was eine Reduzierung der Pumpenanläufe bewirkt und die eben beschriebenen Nachteile mindert.
In Anlagen mit Durchflusswächtern ohne Reservoir, bei denen keine Ausdehnungsbehälter installiert sind, bestehen diese Problematiken weiterhin und können offensichtliche Probleme (Brüche durch Wasserschlag) aber vor allem versteckte Probleme (verkürzte Pumpenlebensdauer und höherer Energieverbrauch) verursachen. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Varem hat diese Schattenseiten erkannt und daran gearbeitet, mögliche Lösungen zu entwickeln. Das Ergebnis war die Herstellung eines Durchflusstanks mit Membran, doppellöchrigen Ein- und Ausgängen sowie einem perforierten Rohr, das den Tank über die gesamte Länge durchquert. Das ursprünglich vom Hersteller vorgesehene Nennvolumen beträgt 3 Liter, wobei aktuell Optionen mit größeren Volumen untersucht werden.